Als Startup ein Bestattungsunternehmen gründen

Sowohl das Bestattungsgewerbe als auch Startups unterliegen zahlreichen Klischees. Der Bestatter ist kein bleicher, hagerer Mann mit Frack und Zylinder. Er ist ein Unternehmer, der gewinnorientiert ein Bestattungsunternehmen nach bestem Wissen und Gewissen führt, wie beispielsweise auch Beerdigungs-Institut Tielitz oHG. Auch muss die innovative Idee für die Gründung eines Startups nicht von Studenten in versteckten Garagen entwickelt sein oder sogar die moderne Welt revolutionieren. Um als Idee tatsächlich innovativ zu sein, reicht es ebenso aus, eine Bedarfs- oder Nachfragenische in einem bereits etablierten Gewerbe zu decken.

Bedarfs- oder Nachfragenischen tun sich oft im Bestattungsgewerbe auf. Denn zunehmend verfolgen Verstorbene oder Hinterbliebene bei der Bestattung nicht mehr das zeremonielle Begräbnis auf dem Friedhof. Oft besteht der Wunsch nach einer individuellen Begräbniszeremonie und/oder eine alternative Begräbnis- bzw. Gedenkstätte wird vermisst. Um diesen Bedarf dann mit einer gesetzlich und ethisch unbedenklichen Idee zu decken bzw. zu verwirklichen, bietet das Bestattungsgewerbe genügend Freiraum, ein Bestattungsunternehmen als Startup zu gründen. Denn der Beruf des Bestatters ist gesetzlich nur minimal reglementiert.

Rechtlich betrachtet, ist der Bestatter ein Gewerbetreibender. Er muss lediglich die Gewähr dafür bieten, dass er sein Gewerbe ordnungsgemäß betreibt und die für sein Gewerbe gültigen gesetzlichen Regelungen beachtet. Der Freiraum für das Startup basiert nunmehr darauf, dass die gesetzlichen Regelungen für das Gewerbe des Bestatters auf ein Minimum reduziert sind. Um ein Gewerbe im Bereich der Bestattung zu gründen, bedarf es keiner behördlichen Genehmigung. Im Allgemeinen unterliegt der selbstständige Betrieb eines Bestattungsgewerbes dem Grundsatz der Gewerbefreiheit. Danach betreibt der Bestatter keinen „Freien Beruf“. Er führt ein dem Handwerk nur ähnliches Gewerbe und muss weder über einen Fachkundenachweis noch über einen Bestattermeistertitel verfügen. Grundsätzlich ist es möglich, ein Bestattungsunternehmen auch ohne eine entsprechende Berufsausbildung (z. B. Bestattungsfachkraft) und auch ohne Erfahrungen im Beruf des Bestatters zu gründen. Ebenso wird bei der Unternehmensgründung nicht die Zuverlässigkeit des Gründers überprüft. Ein als Startup gegründetes Bestattungsgewerbe kann somit als freier Akteur mit seiner innovativen Idee am Markt agieren.

Neben dieser „Gewerbefreizügigkeit“ verlangt das Bestattungsgewerbe vom Gründer des Startups selbstverständlich auch unternehmerisches Geschick. Es gilt hier, vor der Unternehmensgründung zunächst ein Unternehmenskonzept zu entwerfen und für das Bestattungsunternehmen eine passende Rechtsform zu finden. Zudem sind vor der Geschäftsaufnahme generell Kosten für die Eintragung des Gewerbes (Ämter, Genossenschaften und Verbände) und für Beratungsleistungen (Anwalt, Steuerberater) einzuplanen. Stets mit größter Sorgfalt sollte überprüft werden, ob die innovative Idee zweifelsfrei sowohl wirtschaftlich als auch gewinnorientiert umsetzbar ist. Denn bereits mit dem ersten Tag der Geschäftsaufnahme fallen monatlich Fixkosten an (z. B. Ladenmiete, Pacht, Versicherungen, Werbekosten), die mit unternehmerischer Tätigkeit zu erwirtschaften sind. Ebenso sollte das Unternehmen über finanzielle Rücklagen verfügen, um etwaige Zahlungsausfälle oder den Zahlungsverzug von Kunden intern auszugleichen.

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Bestattungsinstitute: Was Kunden wissen müssen

Im Trauerfall sind Angehörige und Verbliebene meist überfordert mit Formalien und Organisationsfragen rund um die Trauerfeier und Beerdigung. Deswegen helfen Profis in Beerdigungsinstituten bei allen Angelegenheiten und der Veranstaltung selbst. Dieser Blog stellt die Arbeit der professionellen Trauerberater und Trauerbegleiter vor. Sie finden hier wertvolle Informationen, was Sie bei der Beauftragung beachten müssen. <br/><br/>Denn bei allem Schmerz ist es wichtig, klaren Kopf zu behalten und die richtigen Entscheidungen für die Bestattung oder Urnenbeisetzung zu treffen. Mein Fach-Blog beschreibt alle Leistungen, die Bestattungsfirmen anbieten und sagt Ihnen, wo Sie aufpassen müssen. Denn die kommerziellen Anbieter wollen Umsatz machen und häufig erhalten Kunden überteuerte Angebote. Ich helfe Ihnen deshalb mit Tipps und Erfahrungsberichten. <br/>

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